Haders Weiderind - natürlich besonders gut

Rundholzbauweise

Nach anfänglicher Skepsis, die sich jedoch schnell in überzeugte Begeisterung umgewandelt hatte, sind nach und nach unsere ganzen neuen Wirtschaftsgebäude aus Rundholz entstanden.

Für die Rundholzbauweise sprechen in erster Linie die im praktischen Fall niedrigen Baukosten unter Nichtberücksichtigung der eigenen Lohnkosten. Der Aufwand für Materialkosten liegt recht niedrig, die größten Kosten entstehen durch die Dacheindeckung. Desweiteren ist bei schwächerem Durchmesser des Ausgangsmaterials die gleiche Stabilität zu erreichen, da bekanntlicherweiße das "Randholz" stabiler als das "Kernholz" ist. Ein weiterer Aspekt sind die geringeren Transportkosten und der niedrigere logistische Aufwand, da das Holz nicht ins Sägewerk transportiert und wieder abtransportiert werden muss. Auch der Werkzeugbedarf hält sich in Grenzen.

                    Fundament                                                              Dachaufbau

Wer jedoch die Kosten seiner eigenen Arbeitszeit im finanziellen Aspekt berücksichtigen muss sollte lieber die Finger davon lassen, da er im Vergleich zu konventionellen Bauweise nicht viel Geld spart, wenn überhaupt, und eine längere Bauzeit in Kauf nehmen muss.

Nachdem im Mai 2004 der Weidezaun fertiggestellt war und unsere Hochlandrinder angekommen waren, haben wir mit dem Bau unseres ersten Wirtschaftsgebäudes begonnen. Es dient heute zur Heulagerung. Im ersten Jahr wurde es zusätzlich als Unterstellmöglichkeit für die Rinder angeboten. Der zweite Bauabschnitt bestand aus dem Fressplatz auf unserer Bullenweide, der im ersten Winter ebenfalls als Unterstellmöglichkeit angeboten wurde.

                     Bergehalle mit provisorischem Unterstand                  Bullenfressplatz mit provisorischem Unterstand 2004/05                                                              2004/05

Da die beiden provisorischen Unterstände hingegen vieler Aussagen anderer Halter überraschenderweise sehr gut angenommen wurden, entschlossen wir uns im Frühjahr 2005 noch 2 Liegehallen anzubauen.    Es stand eigentlich von Anfang an fest, dass auch hier wieder mit Rundholz gebaut wird. Bauabschnitt 3 und 4 bestanden also darin, die beiden vorhandenen Gebäude anzubauen, was bis zum Herbst auch sehr gut realisiert wurde. Wie wir nicht anders erwartet hatten, wurden und werden die beiden Liegehallen sowohl im Winter, als Windschutz, als auch im Sommer, als Sonnenschutz, von den Tieren sehr gut angenommen.

                    Liegehalle Bullen seit 2005                                         Liegehalle Mutterkühe seit 2005    

                Fressplatz Bullen seit 2005                                       Bergehalle mit rückseitiger Liegehalle seit 2005

2005 wurde der 5., bis jetzt letzte Bauabschnit, begonnen. Dieser bestand darin, auf der Mutterkuhweide einen überdachten Futtertisch für die Winterfütterung zu errichten. Auf Grund der Konstruktionsart dieses Vorhabens, stand von Anfang an fest, dass die Verwendung von Rundholz nicht ganz einfach werden würde. Doch schon nach 3 Wochen Bauphase stand die komplexe Rundholzkonstruktion. Der Rest war dann aber kein Problem mehr. Lediglich die Sparren mussten als Schnittholz eingebaut werden, da uns die passenden Rundhölzer ausgingen. Auch dieses Bauvorhaben wurde Anfang Herbst von den Rindern bezogen. Nur die Betonfläche im Inneren wurde aus zeitlichen Gründen noch nicht erstellt.

                  Fressplatz Mutterkühe (von außen)                            Fressplatz Mutterkühe (von innen)

                                                                            Gesamtansicht Mutterkühe

Bei weiteren Fragen zum Thema Rundholzbauweise stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.  Weitere Infos zu Rundholzbau