Haders Weiderind - natürlich besonders gut

Unsere Rinder

Mit 1 Deckbullen, 5 Mutterkühen und 5 Jungtieren bildeten insgesamt 11 Tiere der Rasse Schottisches Hochlandrind (Scottish Highland) im Jahr 2004 den Grundstock unserer Herde. 2005 vergrößerte sich die Zahl unserer Tiere um 1 Deckbullen und 2006 um 2 Färsen der Rasse Fränkisches Gelbvieh. Seit Anfang 2010 gibt es eine dritte Rinderrasse auf unserem Hof: 1 Färse und 3 Jungbullen der Rasse Deutsche Angus. Jede Rasse verfügt über ihre typischen Kennzeichen, Eigenheiten und Qualitäten. Auch über die Fütterung gibt es nachfolgend einige Informationen.

Schottisches Hochlandrind

Wie ihr Name besagt, stammt die Rasse Schottisches Hochlandrind (Scottish Highland oder Highland Cattle) aus Schottland. Aufgrund ihres englischen Namens werden die Tiere manchmal auch einfach kurz "Highlands" genannt. Die seit 200 Jahren offiziell im Herdbuch aufgeführte Rasse wurde 1978 in Deutschland eingeführt, wo ihre Population stetig ansteigt. 

Einige ihrer typischen Kennzeichen sind die langen Haare ihres Fells und ihre Hörner, die eine Spannweite von bis zu 1,20 m erreichen können. Der Naturpelz bietet den Rindern Schutz vor Schnee, Regen und Kälte, weshalb ihnen das bisweilen raue Klima in höheren Lagen keine Probleme bereitet. Zu den Eigenschaften der reinrassigen Tiere zählen Leichtkalbigkeit, Robustheit, Langlebigkeit und  Gutmütigkeit. Allerdings können sie sich auch energisch zur Wehr setzen, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihre Kälber, die sie meist allein zur Welt bringen, in Gefahr sehen. Obwohl die Rasse als eher klein gilt, kann ein ausgewachsener Bulle 650 bis 750 kg schwer werden.

     

Fränkisches Gelbvieh

Das fränkische Gelbvieh wird heute als eine Unterart des Deutschen Gelbviehs eingestuft, kommt ursprünglich aber - wie der Name besagt - aus dem Raum um Würzburg in Franken und stammt vom altfränkischen Rotvieh ab. Das Rind ist großwüchsig mit robusten Knochen und guter Bemuskelung. Durch Einkreuzung verschiedener anderer Rinderrassen wurde die gelbliche Einfarbigkeit erreicht, die auch ins Rötliche abweichen kann. Es gibt Stimmen, die die Rasse heute zum Teil als vom Aussterben bedroht bezeichnen, da sie ab der Zeit der Mechanisierung der Landwirtschaft nicht mit den geforderten erhöhten Produktionsstandards vor allem für die Mich mithalten konnte. In der Vergangenheit konnte das Gelbvieh jedoch vielfältig genutzt werden: für die Arbeitsverrichtung sowie für die Milch- und Fleischproduktion. Obwohl es etwas in Vergessenheit geraten war, wird es aufgrund seiner vorteilhaften Eigenschaften weiterhin genutzt. Dazu gehören beispielsweise Friedfertigkeit, Frühreife, gute Fruchtbarkeit und Leichtkalbigkeit. Außerdem hat das Gelbvieh besonders harte Klauen und ist für die Spitzenqualität seines Fleisches bekannt. Aus diesen Gründen findet es auch in der Mutterkuhhaltung unseres Betriebes einen Platz.

   

Deutsche Angus

Das Deutsche Angus ist ein Fleischrind, das 1956 aus der Kreuzung Deutscher Rassen mit dem aus Schottland stammenden Aberdeenangus hervorging. Die Rasse ist genetisch hornlos, leichtkalbig und liefert eine gute Fleischqualität, da sie besonders feine Muskelfasern aufweist. Aufgrund seiner positiven Eigenschaften ist das Deutsche Angusrind für Kreuzungen sehr gut geeignet.

     

Schottisches Hochlandrind x Fränkisches Gelbvieh

Die Kreuzung zwischen Schottischen Hochlandrinder Kühen und unserem Fränkisches Gelbvieh Bullen erziehlt sehr gute Erfolge und zeigt eine sehr gute Vermischung positiver Eigenschaften aus beiden beteiligten Rasen. Die Kälber kommen trotz eines im Vergleich zum Muttertier sehr großrahmigen Bullens, relativ klein zur Welt und ermöglichen somit eine leichte und im Regelfall problemlos verlaufende Geburt. Durch die besseren Futterverwertungs Eigenschaften des F.Gelbviehs erreichen die Jungtiere trotz der sehr stark ausgeprägten Highland gene, wie Robustheit, langes Haarkleid und größere Behörnung, verhältnismäsig gute Tageszunahmen und gewährleisten somit ein stattliches Schlachtgewicht. Diese Eigenschaft ermöglicht es eine Fleischqualität zu erlangen, weche sowohl die Vorzüge eines langsam wachsenden, als auch die eines jungen Fleisches vereinigt. Dieses Fleisch zeichnet sich dadurch aus, dass es sich zahrt und feinfasrig, gleichzeitig aber auch sehr geschmacksintensiv zeigt.

    

Highland x Gelbvieh x Angus

Damit die Weiblichen Tiere, die aus der Kreuzung zwischen Hochlandrind und F.Gelbvieh entstanden sind, zur vergrößerung der Herde beitragen können, ist es aus Züchterischer Sicht erforderlich eine Dritte Rasse mit einzubeziehen. Denn sowohl ein F.Gelbvieh, als auch ein Highland Bulle zu einer Rückkreuzung führen, welche eher negativ zu betrachtne ist. Aus diesem Grund werden unsere Kreuzungstiere mit einem Bullen der Rasse Deutsch Angus gedeckt. Jedoch werden alle aus dieser Kreuzung resultierenden Jungtiere nur zur Aufzucht und letztendlich zur reinen Fleischproduktion und nicht zur Weiterzucht genutzt werden. Auf die ergebnise dieser Kreuzung sind wir jedoch schon sehr gespannt, die ersten Kälber werden gegen ende des Jahres 2010 erwartet.